Zazen in Zeiten von Corona

Seit dem 18. Juni dieses Jahres können wir wieder regelmässig am Donnersagmorgen und am Freitagabend gemeinsam Zazen im Dojo praktizieren nach einer längeren Phase im Home-Zazen. Am Ablauf haben sich zwar ein paar Kleinigkeiten geändert, die unsere Aufmerksamkeit erfordern, doch Zazen ist gleich geblieben wie seit 2500 Jahren.

Zu Beginn kamen wir bereits umgezogen ins Dojo, d.h. wir sassen in dunkler, bequemer Kleidung; für die alten Praktizierenden war das ein Umgewöhnen zurück zur Anfängerzeit, ohne Kimono, ohne Kesa. Seit kurzem ziehen wir uns wieder um wenn wenige Leute kommen und genügend Platz zum Umziehen ist. Wir halten auch Abstand beim Sitzen, so dass keine Maske nötig ist. Kinhin machen wir nur auf der Länge des Zafuton und verzichten anschliessend auf das rasche Ablaufen des Quadrats, ausgenommen es sind ganz wenige Leute da. Die Sutras rezitieren wir sitzend zur Wand mit gedämpfter Stimme. So brauchen wir keine Maske und das lästig An- und Abziehen entfällt. Bis jetzt haben sich diese Regeln bewährt, doch wir bleiben flexibel und aufmerksam, passen bei Bedarf an.

Es ist schön, wieder gemeinsam Zazen machen zu können. Wie bei einem Feuer gibt ein Holzscheit ein kleines Feuer, viele Scheite geben ein grosses, warmes Feuer. Auch ist es gut, nicht nur alleine zu praktizieren, weil man leicht auf Abwege geraten kann. Die Sangha ist eine wertvolle Unterstützung auf dem Weg.

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